Selbstzweifel?

Was mache ich eigentlich und was habe ich bloß die letzten Monate angestellt und in die Wege geleitet. Mich plagen gerade Selbstzweifel. Ich glaube es liegt an dem grauen nassen Herbstwetter und hoffentlich sind diese Zweifel normal. Im Sommer habe ich diese Selbstzweifel nicht aber da ist die Überwinterung auch nicht so nah. Jetzt geht es in 6 Wochen los. Ich stehe im Zwiespalt zur Weihnachtszeit mit der Familie, besser gesagt ohne Familie. Nur über Skype werden wir telefonieren. Ich will eigentlich bei ihnen sein, aber auch in den Süden ziehen. Zusammen mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken, auch wenn ich das nur einmal gemacht habe im Jahr zur Winterzeit. Das wird mir fehlen. Ich bin 3 Monate weg, was ist mit meinem Job? Ist alles wie vorher, wenn ich zurückkomme? Was ist mit meiner Wohnung, steht noch alles? Wo stelle ich meinen Motorroller unter? Springt der wieder an nach 3 Monaten? Soll ich den Kühlschrank abtauen und Energie sparen? Wer zahlt die Rechnungen? Was ist mit meiner Katze, ach quatsch, ich hab ja gar keine. Das ist natürlich etwas übertrieben aber so geht es gerade zu in meinem Kopf, je näher ich dem Tag des Zugvogl Fluges komme.

Wenn ich allerdings morgens aus dem Haus gehe, bei dem aktuellen grauem und nassem Wetter, habe ich doch alles richtig gemacht. Ab in den Süden denke ich dann. Alles einmotten und los. Wahrscheinlich bin ich vor tausend Jahren doch mal Nomade gewesen oder ein Bär. Ich esse sehr gerne Lachs in allen Variationen und so ein Winterschlaf würde mir auch gefallen. Es macht mir nichts aus, ein paar Tage nicht raus zu gehen.

Ich habe mich also wieder eingelesen, in die Materie der Selbstzweifel und siehe da: Sie sind nützlich, wenn man es nicht übertreibt. Kritisch nachzudenken ergibt Sinn, auch in Bezug auf die eigene Person. Oft versteckt sich dahinter einfach nur die Angst vor neuem. Wenn mich die Zweifel wieder packen, versuche ich mir einfach ein paar Fragen zu stellen und mich damit auseinander zu setzen. Die meisten Selbstzweifel haben wenig mit Fakten zu tun, wir fangen einfach an zu fantasieren. Ich stelle mir folgende Fragen:

Woher kommen diese Selbstzweifel?

Habe ich diese bereits erlernt?

Kommen die immer wieder vor?

Wie realistisch sind diese?

Was wäre, wenn die Gedanken zutreffen?

Wären die Folgen wirklich schlimm?

Habe ich Angst?

Was ist mein versteckter Vorteil?

Ein sehr wichtiger Wendepunkt, tritt bei mir gerade bei der letzten Frage ein. Selbstzweifel haben eine Aufgabe. Sie sollen uns schützen. Sie helfen uns überlegter zu handeln. Ich sehe sie positiv und als Hilfe, Entscheidungen zu treffen.

Schaut euch auch mal den Artikel von Tim Schlenzig auf www.mymonk.de an.

Probiert es aus, wenn euch die Selbstzweifel wieder einmal packen und euch nicht schlafen lassen.

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