Meine Airbnb Erfahrungen

Mein Inserat

Ich habe relativ lange überlegt, meine Wohnung zu vermieten während meiner Überwinterung. Was ich nicht alles gehört habe, von den verschiedensten Menschen, die ihre Wohnung selber wahrscheinlich noch nie vermietet haben. Von, “Die räumen dir alles aus”, bis zu “Party extrem mit Polizeieinsatz” war alles dabei. Also, am besten selber ausprobieren und die Wohnung bei Airbnb inserieren. Ich habe mir kurz ein paar Tipps bei Google zusammen gesucht und mich dann angemeldet.

Alle Angaben zur Wohnung konnte ich sehr schnell ausfüllen und wurde sehr gut durch die Webseite geführt. Zusätzlich habe ich noch ein Handbuch zur Benutzung der Haushaltsgeräte und verschiedenster Dinge in der Wohnung geschrieben, die für mich als Hauptmieter zwar selbstverständlich sind, aber nicht unbedingt für den, wo immer auch her kommenden Untermieter. Wichtige Telefonnummern und alle Social Media Kontakte, gehören für mich auch dazu. Am besten nutzt ihr Skype, um direkt etwas zeigen oder anleiten zu können über Video Telefonie. Bei mir ist das bis jetzt, noch nie vorgekommen. Wir kommunizieren über Messenger oder direkt über die Airbnb Seite und das relativ selten. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein Handbuch mit einer ausführlichen Anleitung zu schreiben. Ich habe auch von allen Geräten, die Anleitungen, in einem Ordner bereitgestellt und zusätzlich noch ein paar Stadtpläne dazu gegeben. Das Handbuch habe ich nicht nur digital auf der Airbnb Seite, sondern auch ein paar mal ausgedruckt, damit es greifbar ist im Notfall.

Sehr gut ist finde ich die automatische Preisgestaltung, die sich an die Umgebung und die vorhanden Preise anderer Wohnungen anpasst. Feiertage und Rabatte für längere Aufenthalte werden dabei berücksichtigt. Zusätzlich habe ich noch in der auf Airbnb vorhanden Stadtplan / Map Seite, ein paar Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Bars und Cafés eingegeben. Ich empfehle euch auch noch, eine Wegbeschreibung von Flughäfen oder Bahnhöfen zu der Wohnung anzugeben. Das erleichtert einiges, gerade für den Untermieter und ihr müsst nicht jedes mal eine Wegbeschreibung neu kommunizieren.

Am wichtigsten sind wohl die Fotos, mit der ihr eure Wohnung inserieren wollt. Das hat mich auch am meisten Zeit gekostet. Ich habe erstmal die Wohnung aufgeräumt und auf Sonne gewartet. Die 54 Fotos habe ich mit dem Smartphone gemacht und dann am Computer noch etwas bearbeitet. Macht lieber mehr Fotos als zu wenig.

Ich habe insgesamt sehr gute Erfahrungen mit dem Einrichten des Inserates gemacht. Es ist viel automatisiert, wie z. B. die Preisgestaltung und das Finden von Lokalitäten usw. auf einer Map.

Die erste Buchung

Ich stellte das Inserat online und ging etwas joggen. Nach ca. einer Stunde, kam die erste Buchung. Ich hatte das Inserat meiner Wohnung auf “automatisch buchen” gestellt und nicht mehr auf “ich kann entscheiden, wer bucht”. Eigentlich wollte ich erst einmal die Reaktion auf das Inserat testen. Jetzt hatte ich die erste Buchung für einen ganzen Monat, von zwei Gästen aus Argentinien. Ich war erst etwas geschockt, doch dann dachte ich wie herrlich klein und technisch fortschrittlich doch diese Welt ist. Ich bekomme Besuch aus Argentinien, kann ein guter Gastgeber sein und bekomme meine Miete rein. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich vier Buchungen für den Zeitraum meiner Abwesenheit von drei Monaten. Die Wohnung war fast ausgebucht. Ich habe zwischen den Buchungen ca. drei Tage Platz gelassen, zum Reinigen und waschen der Bettwäsche.

Schlauerweise habe ich mich erst im Nachhinein um die Bürokratie gekümmert. Am wichtigsten ist wohl die Einverständniserklärung des eigentlichen Vermieters, der Wohnungsgesellschaft, falls es sich um eine Mietwohnung handelt. Die ich zum Glück, wie wohl in den meisten Fällen, relativ schnell bekommen habe. Schwierig wird es erst, wenn ihr das Vermieten gewerblich betreibt. Lest euch dazu im Internet mal ein, ich denke die Gesetzeslage ist da relativ schwammig und regional unterschiedlich. Ich habe noch meine Hausratversicherung informiert und auch meine Nachbarn. Mein Telefonanbieter hat alle kostenpflichtigen Nummern gesperrt, so können die Gäste nur noch regionale und Notfallnummern wählen. Das Internet habe ich über Kabel und WLAN verfügbar gemacht, allerdings werde ich das nochmal überdenken, für die Zukunft. Das könnte bei illegalen Downloads o. ä. im Nachhinein noch Probleme geben.

Das Bett, die Matratze

Gedanken machte ich mir dann noch über meine Matratze und das Bett. Darüber werden sich einige von euch wahrscheinlich schon viel früher Gedanken gemacht haben. Ich hatte da folgende Ideen: eine neue Matratze, nach dem Besuch kaufen oder einen aus dem Hotelbedarf gekauften Matratzen Überzieher nutzen. Fertig.

Sauberkeit

Bei mehreren Untermietern empfehle ich euch die Reinigungskosten mitzuberechnen auf der Airbnb Seite oder die Untermieter putzen zu lassen. Allerdings wird die Auslegung von Sauberkeit immer unterschiedlich sein. Ich habe das irgendwie übersehen und konnte meine Mutter und Schwester dazu überreden mir zu helfen. Beim nächsten mal werde ich wohl eine Putzfrau beauftragen, um meine liebe Familie zu entlasten. Es gibt da doch auch einige Firmen im Internet, die da Dienstleistungen anbieten in dem Bereich. Allerdings wird das mit der Anwesenheit vor Ort und Schlüsselübergabe wohl relativ aufwendig. Von den bis jetzt drei Untermietern, hat nur einer die Wohnung nicht ganz so sauber hinterlassen. Das müsst ihr aushandeln und bedenken, dass die Wohnung vielleicht nicht immer so hinterlassen wird, wie der Mieter sie vorgefunden hat.

Persönliche Dinge

Für mich relativ einfach. Ich lebe immer minimalistischer und habe nur eine Sporttasche voll mit persönlichen Dingen wie, 3 Akten Ordner, 2 Festplatten und ein paar Fotos zu meiner Mutter bringen müssen. Alles andere ist ersetzbar und nicht kostbar.

Willkommen / Check-in

Ich habe mich gefreut und will ein guter Gastgeber sein. Ich habe ein paar Süßigkeiten und Prosecco gekauft, aufgeräumt, geputzt, Stadtpläne und Touristen Informationen besorgt. Dank meiner super netten Nachbarn, lief auch der Check-in mit der Schlüsselübergabe perfekt ab.

Fazit

Ich hatte bis jetzt 3 Untermieter und alles lief dank meiner Familie, Freunde und Nachbarn perfekt. Bis auf den leider ausgerechnet ersten Untermieter, der die Wohnung nicht ganz so sauber hinterlassen hat. Aber gut, es gibt Geld für das vermieten und man kann sich das Putzen bezahlen lassen. Ich habe tolle neue Menschen kennen gelernt, wenn auch erst einmal digital. Ich hoffe bei allen Mietern, dass wir uns einmal treffen, so nett waren die Kontakte. Es ist relativ einfach und nicht sehr aufwendig, ein Inserat online zu stellen. Das macht man einmal und kann es jedes Jahr aufs neue nutzen. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, die Wohnung steht nicht lange leer, beugt Einbruch oder eventuell anderen Schäden vor. Na klar, es kann auch etwas in der Wohnung kaputt gehen oder man hat Pech mit dem Untermieter, aber wer nichts riskiert….

Insgesamt sehe ich also viel mehr Vor- als Nachteile und werde das vermieten nächste Jahr wiederholen.

Hier mein Inserat bei Airbnb.

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