Achtung Freitag !

Endlich Wochenende.

Das fast schon heilige, geliebte und doch nie so richtig erholsame und richtig gelebte Wochenende, verbringen viele mit Einkaufen oder auch Shopping genannt. Wir könnten ja mal wieder zu Ikea, schön frühstücken und dann auch noch ein paar Teelichter kaufen. Abends dann die Sportschau, Tagesschau und den Tatort im TV schauen, ohne umzuschalten und in dieser, sich jedes Wochenende wiederkehrenden Reihenfolge. Mit der Familie die Schwiegereltern besuchen? Da haben wir eigentlich gar keinen Bock drauf. Da wird dann aber mit einer sehr gut gespielten Top Laune die Zeit abgesessen, bei einem fetten Stück Torte. Das Wochenende ist heilig in Deutschland. Am Sonntag bleiben die Geschäfte geschlossen. Geöffnet haben dafür fast durchgehend: Döner Läden, Curry Wurst Buden und Museen. Die Mischung macht’s.

Am Freitagnachmittag geht es schon los, das Rennen ins Wochenende. Es ist immer wieder ein tolles, für mich sehr belustigendes Schauspiel. Es wird beim Einkaufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und im Straßenverkehr dermaßen angefeindet und gehetzt, dass es schon fast beängstigend ist. Den stressigen und ungeliebten Job nach der 5 Tage Woche beendet, setzt man sich ins Auto und flüchtet fluchend nach Hause. Freitags scheint die Hektik am größten. Der Stress der Woche staut sich im Stau bis zum Wutausbruch. Jeder scheint jetzt extrem geil auf das schnell nach Hause kommen zu sein. Jetzt wird Gas gegeben, hinein ins Wochenende und ab nach Hause. Die fünf Arbeitstage wollten einfach nicht vergehen und so schnell ist das Wochenende auch schon wieder vorbei.

Am Wochenende wird dann endlich mal ausgeschlafen und der komplette Organismus gerät durcheinander. Sport, haben wir die ganze Woche schon nicht gemacht und am Wochenende haben wir dafür erst recht keine Zeit. Fastfood und Fertiggerichte wurden die ganze Woche aus Zeitmangel gegessen und jetzt am Wochenende haben wir keine Lust zu kochen. Außerdem müssen wir mal wieder die Wohnung putzen, das Auto waschen und der Keller muss irgendwann ja auch mal entrümpelt werden.

Die Kokonisierung.

Ich staune schon eine ganze Weile über diese stattfindende Kokonisierung. Die Kopfhörer sind Ohr-umschließend, geräuschdämpfend und so groß wie nie zuvor. Ein Pilot oder der Flugzeug-Einweiser müssten eigentlich neidisch werden. Dann diese Allround-Allwetter-Jacken, die da so um die 300 Euro kosten. Man könnte sie auch für Schutzwesten halten. Diese Jacken wurden für Alpenüberquerungen und das Bergsteigen entwickelt. Damit sind wir wohl auch vor den Ungewittern des Alltags in der U- und S-Bahn geschützt. In den Büros entstehen immer mehr Arbeitszellen, um ungestörter arbeiten zu können. Dabei können wir uns die fortschreitende Technik immer weniger konzentrieren. E-Mails, Nachrichten, SMS, Chats, Facebook und das gute alte Telefon machen uns zu schaffen. Fast jeder besitzt mindestens ein Smartphone, viele Menschen sogar zwei. Eins für die Familie und ein weiteres für den Job. Viele Familien besitzen mindestens zwei Autos. Fahrgemeinschaften funktionieren nicht. Wollen wir alleine sein, sind wir genervt?

Kokonisierung stammt eigentlich aus dem Tierreich und meint den Prozess das Einspinnens eines noch nicht geschlüpften Insekts. Es findet aber eine regelrechte menschliche Kokonisierung statt, wir scheinen uns einzuwickeln, um uns vor allen möglichen Gefahren zu schützen und vor schwierigen Erfahrungen zu bewahren. Sicher auch eine Folge der neuen Medien und deren Nachrichten Verbreitung. Wir haben Angst, wenn auch nur unterschwellig. Sicher brauchen wir Menschen Schutz, aber schon aus der Pädagogik weiß man, dass Kinder auch schwere, anspruchsvolle Bewegungen ausführen sollten, um ihre Motorik auszubilden und zu trainieren. Hinfallen und wieder aufstehen. Ähnliches gilt für das Meistern von neuen Aufgaben. Wer nie an seine Grenzen stößt, weiß gar nicht wo sie sind und wie sie zu erweitern wären. Wer nie verliert, gibt schneller auf. Gerade schwierige Umstände, denen wir nicht leicht ausweichen können, bieten Chancen zu persönlichem Wachstum und Lebensreife. Dies zu erkennen und zu realisieren ist nicht leicht. Es ist menschlich, Schwierigkeiten und Schmerzen zu vermeiden. Wir sollten allerdings nicht zu sehr Lebenskünstler in Vermeidung werden. Persönliches Wachstum ist oft nur mit Wachstumsschmerzen zu haben, nur so wird Reife erreicht.

Die Komfortzone und die rote Linie.

Stell Dir vor, es befindet sich ein virtueller Kreis, eine rote Linie um dich herum. In ihr befindet sich deine Komfortzone, alles ist vertraut und scheint dir sicher. Allerdings ist das auf Dauer langweilig und es gibt auch dort keine Sicherheit. Du solltest sie so oft wie möglich verlassen. Du musst keine Angst haben, du kannst dich dorthin ja immer wieder zurück ziehen. Es ist gut, auch positives an ihr zu sehen. Ein Leben, das ausschließlich in der Komfortzone stattfindet, bedeutet leben in der ständigen Wiederholung bis hin zur Depression. Wie im Film, „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Bewege dich, laufe und springe doch mal ab und zu. Immer wenn ich über die rote Linie gesprungen bin, hat sich etwas verändert in meinem Leben und das meistens zum positiven. Und wenn nicht, habe ich zumindest eine Erfahrung gemacht. Das sollst du natürlich kontrolliert machen. Ich jedenfalls lasse immer öfter Routine und Gewohnheit hinter mir und betrete faszinierendes Neuland wie zum Beispiel:

– immer neues zu lernen und Schüler zu sein
mich selbstständig zu machen und an verschieden Projekten zu arbeiten
mich ehrenamtlich einzusetzen
– längere Zeit im Süden zu überwintern
Yoga und Meditation ausprobieren
Schwierigkeiten nicht auszuweichen, sondern zu begegnen
keine Angst zu haben, der eigenen Unsicherheit ins Auge zu schauen

Happy Monday.

Endlich Montag. So denke ich mittlerweile. Der Sonntag ist mir extrem fremd geworden hier in Deutschland. Ich bin an Montagen, wie an den meisten anderen Tagen auch ausgeschlafen, motiviert und glücklich. Ich hatte früher auch eine regelrechte Angst vor Montagen. Wie die meisten wahrscheinlich. Ich gehe allerdings gerne arbeiten und arbeite zusätzlich auch an eigenen Projekten. Das finde ich extrem wichtig beim Selbstverwirklichungsprozess. Was willst du erreichen, was sind deine Zeile, womit bist du unglücklich, wodurch und wovon wirst du glücklich. Arbeite an dir und mach dein Ding. Lebe auch du immer mehr nach deinen eigenen Regeln. Mach dich nicht von materiellen Dingen abhängig, treibe Sport, ernähre dich gesund, arbeite an dir und deinen Zielen und verwirkliche dich selbst. Lebe minimalistisch, achtsam und bewusst.

Lerne, plane und dann verfolge deine Ziele auch.

„Deine Lebenszeit ist endlich, also verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lass Dich nicht von Dogmen kriegen – das würde bedeuten, das Denken eines anderen zu leben. Lass den Lärm der Meinung anderer nicht Deine innere Stimme übertönen. Und am allerwichtigsten ist: Den Mut zu haben, Deinem Herz und Deiner Intuition zu folgen. Sie wissen insgeheim schon, wohin Du Dich entwickeln willst. Alles andere ist zweitrangig.“ – Steve Jobs / Apple

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Ein Gedanke zu “Achtung Freitag !

  1. Pingback: Tolle Lebensweisheiten, die ich oft gehört aber früher immer ignoriert habe. – Der Zugvogl

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